Eichenprozessionsspinner
Thaumetopoea processionea
- Gruppe
- Gifthaarraupe
- Gefahr
- Sehr hohe Gefahr
- Schutzstatus
- Nicht geschützt
- Merkmale
-
- Raupe mit rotbraunen Warzen und langen weissen Haaren
- Ab dem 3. Larvenstadium mikroskopische Brennhaare mit Nesselgift Thaumetopoein
- Graue Gespinstnester an Eichen
- Nächtliche Prozessionen
Der Eichenprozessionsspinner (Thaumetopoea processionea) ist eine der gesundheitlich riskantesten Raupenarten der Schweiz. Dieser Steckbrief zeigt, woran Sie die Raupe und ihr Nest erkennen — ausführliche Informationen zum richtigen Vorgehen bei einem Befall finden Sie im Ratgeber Eichenprozessionsspinner.
Erkennungsmerkmale
- Raupe: mit charakteristischen rotbraunen Warzen und langen weissen Haaren besetzt
- Brennhaare: ab dem 3. Larvenstadium bilden sich mikroskopisch feine Brennhaare mit dem Nesselgift Thaumetopoein
- Nest: graue, dichte Gespinstnester an Eichenstämmen und -ästen
- Verhalten: nächtliche Prozessionen in langen Reihen zwischen Nest und Fressplatz
Gefahr
Sehr hoch: Die Brennhaare lösen bei Kontakt oder durch Verwehung über die Luft die sogenannte Raupendermatitis mit Hautreizungen, Augen- und Atemwegsbeschwerden aus. Selbst verlassene Nester bleiben bis zu 12 Jahre lang toxisch.
Schutzstatus in der Schweiz
Der Eichenprozessionsspinner ist in der Schweiz nicht gesetzlich geschützt.
Was tun bei einem Befall?
Wegen des hohen Gesundheitsrisikos durch die Brennhaare sollten Nester niemals selbst entfernt werden. Das konkrete Vorgehen bei einem Befall erklären wir im Ratgeber Eichenprozessionsspinner.