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Wespennest vereisen: So funktioniert die Kältetherapie

Von Wespenprofis.ch · Geprüft: Fachbewilligung Schädlingsbekämpfung VFB-S · Aktualisiert: 3. Juli 2026

Auf einen Blick

Beim Vereisen wird ein Kältespray gezielt an der einzigen Einflugöffnung des Nests eingesetzt, wodurch schockartig ein Eispfropfen entsteht und das Volk handlungsunfähig wird. Danach wird das Nest im ausbruchsicheren Behälter geborgen und mindestens eine Woche bei −18 °C gelagert, damit auch die Brut zuverlässig abstirbt. Die Methode gilt als eine der sichersten und saubersten professionellen Verfahren.

Was Kältetherapie von Hausmitteln unterscheidet

Anders als Wasser oder Rauch wirkt Kälte direkt und gezielt auf die Stoffwechselaktivität der Wespen. Sinkt die Temperatur schlagartig, werden die Tiere binnen kurzer Zeit bewegungsunfähig — ein entscheidender Unterschied zu Hausmitteln, die das Volk lediglich reizen, ohne es wirksam zu stoppen.

Ablauf einer professionellen Vereisung

Zunächst wird die einzige Einflugöffnung des Nests identifiziert — Wespen nutzen in der Regel genau einen Zugang. Dort wird das Kältespray gezielt eingesetzt, wodurch sich innert Sekunden ein Eispfropfen bildet, der die Öffnung verschliesst und ausfliegende Tiere handlungsunfähig macht. Damit ist das Volk vom Rest des Nests praktisch isoliert und kann nicht mehr ausschwärmen.

Im zweiten Schritt wird das gesamte Nest vorsichtig geborgen und in einen ausbruchsicheren Behälter überführt. Da einzelne Wabenkammern von der ersten Kälteanwendung nicht immer vollständig erfasst werden, ist dieser Schritt entscheidend: Der Behälter wird anschliessend mindestens eine Woche bei −18 °C gelagert. Diese Zeitspanne ist nötig, weil Brut — also Larven und Puppen — deutlich kälteresistenter ist als ausgewachsene Wespen und erst nach längerer Kälteeinwirkung zuverlässig abstirbt.

Warum diese Methode bevorzugt wird

Kältetherapie kommt ohne Chemie und ohne offenes Feuer aus, ist für Bewohner und Haustiere unmittelbar nach dem Einsatz unbedenklich und hinterlässt keine Rückstände. Sie eignet sich besonders für Nester, die sich in bewohnten Bereichen wie Dachstühlen, Rollladenkästen oder auf Balkonen befinden. Grenzen zeigt die Methode bei sehr grossen, weit verzweigten Nestern oder wenn die Einflugöffnung nicht eindeutig lokalisierbar ist — dann kommen ergänzend mechanische Verfahren oder in Ausnahmefällen Biozide zum Einsatz.

Fazit

Vereisen ist eine der zuverlässigsten und schonendsten Methoden, sollte aber Fachpersonen vorbehalten bleiben. Mehr zu den Risiken der Selbstentfernung liefert der Ratgeber Wespennest selber entfernen. Details zum Ablauf eines Einsatzes finden Sie unter Wespennest entfernen, Preise unter Preise.

Häufige Fragen

Warum reicht ein einmaliges Einsprühen nicht immer aus?

Kältespray wirkt nur dort, wo es das Volk direkt trifft. An der Einflugöffnung entsteht zwar rasch ein Eispfropfen, der das Nest verschliesst, im Inneren überlebt aber oft ein Teil der Brut, wenn das Nest nicht anschliessend vollständig ausgekühlt wird.

Warum ist die Lagerung bei −18 °C nötig?

Larven und Puppen im Nest sind kälteresistenter als ausgewachsene Wespen. Erst eine mindestens einwöchige Lagerung im ausbruchsicheren Behälter bei tiefen Minusgraden tötet auch die Brut zuverlässig ab.

Ist Kältetherapie für Laien geeignet?

Nein. Die Einflugöffnung muss korrekt lokalisiert und das Spray präzise dosiert werden, zudem ist Schutzausrüstung nötig. Fachpersonen wählen zudem je nach Nestgrösse und Standort die passende Methode.

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