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Wespenarten der Schweiz erkennen

Von Wespenprofis.ch · Geprüft: Fachbewilligung Schädlingsbekämpfung VFB-S · Aktualisiert: 3. Juli 2026

Auf einen Blick

In der Schweiz begegnen Sie vor allem der Gemeinen und der Deutschen Wespe — beide gelten als «lästig», da sie Süsses und Fleisch anfliegen und ihr Nest aggressiv verteidigen. Feldwespe und Hornisse sind dagegen friedlich und schützenswert. Eine sichere Bestimmung finden Sie in den Einzel-Steckbriefen unter /arten.

Nicht jede schwarz-gelbe Insektensichtung ist gleich ein Grund zur Sorge. In der Schweiz leben mehrere Wespenarten, die sich in Verhalten und Gefährlichkeit deutlich unterscheiden. Eine sichere Bestimmung hilft, unnötige Bekämpfung von nützlichen Arten zu vermeiden — und bei den wirklich lästigen Arten richtig zu reagieren. Alle Einzel-Steckbriefe mit Fotos und Merkmalen finden Sie unter /arten.

Die «lästigen» Arten: Gemeine und Deutsche Wespe

Die Gemeine Wespe (Vespula vulgaris) und die Deutsche Wespe (Vespula germanica) sind für die meisten Konflikte an Tisch und Terrasse verantwortlich. Beide werden 11–14 mm gross, sind sich zum Verwechseln ähnlich und unterscheiden sich hauptsächlich in der Zeichnung des Kopfschilds. Im Spätsommer werden sie stark von Süssem und Fleisch angelockt und verteidigen ihr Nest bei Störung aggressiv. Rechtlich sind beide Arten nicht geschützt (nicht in NHV Anhang 3), eine Bekämpfung ist bei Gesundheitsgefahr zulässig.

Die friedlichen Arten: Feldwespe und Hornisse

Die Gallische Feldwespe fliegt niemals Speisen an und sticht praktisch nur, wenn man direkt ins Nest greift. Die Europäische Hornisse ist trotz ihrer Grösse deutlich scheuer als die Gemeine Wespe und meidet Konflikte, wo immer möglich. Sie gilt zudem als ökologisch nützlich. Für beide Arten empfehlen wir, das Nest möglichst zu schonen oder fachgerecht umzusiedeln, statt es zu vernichten.

Häufige Verwechslungen

Neben den heimischen Arten breitet sich die invasive Asiatische Hornisse (Vespa velutina) in der Schweiz zunehmend aus. Sie wird oft mit der Europäischen Hornisse verwechselt, ist aber fast schwarz gefärbt und unterliegt einer Meldepflicht. Auch die Honigbiene wird häufig mit Wespen verwechselt, obwohl sie pelzig behaart ist und als Nutztier grundsätzlich nicht bekämpft werden darf.

Wie Sie richtig vorgehen

  1. Art anhand der Steckbriefe unter /arten bestimmen.
  2. Bei Gemeiner oder Deutscher Wespe in Wohnnähe: Fachperson beiziehen.
  3. Bei Hornisse oder Feldwespe: nach Möglichkeit schonen oder umsiedeln lassen.
  4. Bei Verdacht auf Asiatische Hornisse: über www.asiatischehornisse.ch melden.

Mehr zur Unterscheidung finden Sie in den vertiefenden Ratgebern «Hornisse oder Wespe?» und «Wespe oder Biene?».

Häufige Fragen

Welche Wespenart ist in der Schweiz am häufigsten?

Die Gemeine Wespe (Vespula vulgaris) und die Deutsche Wespe (Vespula germanica) sind die häufigsten Arten an Tisch und Terrasse. Beide sind sich zum Verwechseln ähnlich und gelten als «lästige» Wespen.

Sind alle Wespen in der Schweiz gefährlich?

Nein. Nur die Gemeine und Deutsche Wespe verteidigen ihr Nest aggressiv und fliegen Speisen an. Feldwespe und Europäische Hornisse sind scheu und stechen praktisch nur bei direkter Bedrohung des Nests.

Wie kann ich eine Wespenart sicher bestimmen?

Achten Sie auf Grösse, Färbung und Kopfschild-Zeichnung. Unsere Steckbriefe unter /arten zeigen die wichtigsten Merkmale jeder Art im Detail — bei Unsicherheit beraten wir Sie gerne.

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